Geriatrische Grundversorgung

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Eine wichtige Erkenntnis in der Medizin. Senioren sind allerdings auch keine einfach älter gewordenen Erwachsenen. So wie sich Kinder und deren Behandlung von der Behandlung der Erwachsenen unterscheidet, so sollte sich auch die Behandlung unserer Senioren, Eltern und Großeltern angepasst sein.

Im Alter lassen nicht nur Mobilität und die Sehkraft nach, sondern auch z. B. Geruchs- und Geschmackssinn, was zu veränderten Ernährungsgewohnheiten von Senioren führt und damit auch zu  veränderten Bedürfnissen auf Grund dieser veränderten Ernährung. 

Mit körperlichen Veränderungen bei zunehmendem Alter steigen Blutdruck und mit dem Blutdruck assoziierte Erkrankungen, wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Der Diabetes im fortgeschrittenen Alter muss ebenso anders behandelt werden, wie bei jungen Menschen, da die Zielsetzung der Diabetesbehandlung im fortgeschrittenen Alter eine andere ist.

Geriatrisch geschulte Ärzte sind ausgebildet, Demenzkranke früh zu erkennen, zielführende Untersuchungen durchzuführen und bei Notwendigkeit eine Therapie einzuleiten. Bei steigendem Durchschnittsalter in Deutschland steigt auch die Rate am Demenzerkrankten. Oft sind es Menschen aus der eigenen Familie, welche ihren schleichenden Krankheitsverlauf oft über Jahre verstecken, bis dieses nicht mehr zu verbergen ist. Eine seit Jahren bestehende Demenz kann nur selten erfolgreich behandelt werden. Eine frühe Erkennung ist hier wichtig.

Eine Unterstützung für den ambulant geriatrisch tätigen Arzt ist die geriatrische Station. Auch in unserer Nähe existieren Geriatrie-Stationen in Kliniken, die sich auf die Behandlung von Senioren spezialisiert haben. Dort lernen die Patienten, z. B. nach schweren Krankheiten, wieder am Alltag teilzunehmen (Teilhabe) oder Probleme des Alltags, welche durch körperliche Behinderungen entstanden sind, auf eine andere Weise zu meistern.