Notfallmedizin

Der Notarzt kommt bei lebensbedrohlichen Zuständen oder der akuten Gefahr einer bedrohlichen Gesundheitsgefährdung zum Einsatz. Hierzu stehen dem Notarzt sehr gut ausgebildete Notfallsanitäter, Rettungsassistenten und Rettungssanitäter zur Seite, wie auch spezielle Gerätschaften und Medikamente, die oft eigens für den außerklinischen Notfall entwickelt wurden. Dieses ermöglichen eine schnellstmögliche Schmerzbekämpfung, Kreislaufstabilisierung, Beschwerdelinderung und bei Notwendigkeit kann der Patient vom Notarzt in Narkose versetzt und künstlich beatmet werden.

Der „Notarzt“ (Tel. 112) darf nicht mit dem „Ärztlichen Bereitschaftsdienst“ (ÄBD, Tel. 116117) verwechselt werden, welcher, außerhalb der Sprechzeiten, die Vertretung für den eigenen Hausarzt ist.

Wann und wie sollte der Notarzt alarmiert werden? Eine plötzlich aufgetretene Atemnot, akute Herzschmerzen, neu aufgetretene Bewusstseinsstörungen, Unfällen mit mittleren und schweren Verletzungen, schweren Vergiftungen, Schwangerschaftskomplikationen sowie weiteren lebensbedrohlichen Notfällen sind Gründe den Notarzt direkt zu alarmieren.

Unter der Telefonnummer 112 werden meine Patienten mit einem Rettungssanitäter der Leitstelle Wetterau verbunden, welcher anhand der Unfallmeldung einschätzen, welche Hilfe notwendig ist und diese umgehend organisiert.

Wie sollte sich ein Ersthelfer im Notfall verhalten?

  • Holen Sie Hilfe! Telefonnummer 112
  • Wo ist es passiert?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Verletzte gibt es?
  • Welche Beschwerden liegen vor?
  • Warten Sie auf Rückfragen!

Wann war Ihr letzter Erste-Hilfe-Kurs? Der Rettungsdienst benötigt nach Alarmierung bis zu 10 Minuten um zu Ihnen zu gelangen, der Notarzt oft eine viertel Stunde. Diese Zeit kostet Leben, im schlimmsten Fall das Leben eines Familienmitglieds. Zu helfen ist immer besser als nichts zu tun. Das Richtige zu tun ist hingegen noch besser als „irgendetwas“ zu tun – und der Ersthelfer fühlt sich sicherer dabei. Retten Sie Leben, werden Sie Ersthelfer!